Bäume sind in der Bibel immer wieder ein Bild von Macht. So wird das mächtige assyrische Reich in Hesekiel 31 mit einer Zeder verglichen. Auch Nebukadnezar, der mächtige Herrscher von Babylon, wird in Daniel 4 mit einem Baum gleichgesetzt. Auch andere Nationen werden mit Bäumen verglichen, während Israel mit einem Feigenbaum symbolisiert wird.

Im Hebräischen heißt Baum „ez“. Das Schöne an der hebräischen Sprache ist die Durchsichtigkeit der meisten Wörter hinsichtlich ihrer Herkunft. So gehen die meisten Hauptwörter auf Wurzeln mit drei Konsonanten zurück, die in der Regel ein Verb sind. „Ez“ geht zurück auf „azah“ (das bedeutet auf Deutsch „stark sein“). Im Deutschen ist es nicht so leicht zu beantworten, warum wir einen Baum „Baum“ nennen. Da muss man einen Etymologie-Duden konsultieren. Aber im Hebräischen ist es ganz einfach: „Ez“ kommt von „azah“ (“stark sein“). Somit bedeutet Baum „der Starke“ und ist damit ein Symbol für eine starke Macht.

Darum wird auch in Lukas 13 die Christenheit, die aus kleinen Anfängen heraus später in der Geschichte eine gewaltige politische Macht wurde, mit einem mehrere Meter hohen Baum verglichen. Ein Senfkorn, ein kleiner Same weist auf den kleinen und bescheidenen Anfang hin. Doch später sollte daraus durch die Bosheit des Menschen später ein Machtsystem werden.

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